Wie können Analysen kumulativer Effekte menschlicher Aktivitäten in ein ökosystembasiertes Management einfließen?

Neue Publikation unter Federführung von SeaUseTip-Koordinatorin Vanessa Stelzenmüller

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Wenn zunehmende menschliche Einflüsse und sich grundlegend ändernde Umweltbedingungen aufeinandertreffen, wird der Druck auf marine Ökosysteme immer größer. Und mit ihm die Gefahr, dass diese Systeme kippen – mit nicht vorhersagbaren Folgen für Natur und Gesellschaft.

Wie wirken diese unterschiedlichen Effekte jedoch aufeinander, und welche kumulativen Einflüsse haben sie in ihrer Gesamtheit auf verschiedene Ökosystemkomponenten? Das Wissen darüber ist eine entscheidende Voraussetzung für nachhaltige Entscheidungsprozesse und die Entwicklung wirksamer Managementkonzepte. Besonders wichtig ist es dabei, wissenschaftliche Erkenntnisse so zu übersetzen, dass sie politischen Entscheidern als Richtschnur für schnelles zielgerichtetes Handeln dienen.

SeaUseTip-Koordinatorin Vanessa Stelzenmüller hat sich gemeinsam mit ihren Kollegen der EU MARCONS Cost Action in einer aktuellen Studie mit dem Thema auseinandergesetzt. Die Wissenschaftler zeigen, wie eine Bewertung kumulativer Effekte sinnvoll in einen integrierten und ökosystembasierten Managementprozess einfließen kann.

Dieser Managementprozess muss verstehen, wie menschliche Aktivitäten die Komponenten, Prozesse und Funktionen von Ökosystemen verändern. Nur so lassen sich gezielte Maßnahmen und Strategien zur räumlichen und zeitlichen Steuerung menschlicher Aktivitäten entwickeln. Sie können dabei helfen, die Balance zwischen Erhalt und Widerherstellung von Ökosystemzuständen und der Berücksichtigung sozialer und wirtschaftlicher Interessen wiederherzustellen.

Der Erfolg solcher Maßnahmen hängt maßgeblich davon ab, dass Wissenschaftler, Managementverantwortliche und Interessengruppen eine gemeinsame Sprache sprechen und Unsicherheiten entlang des Prozesses transparent kommuniziert werden.

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