Startschuss für SeaUseTip

Projektkonsortium traf sich in Bremerhaven

(© Thünen-Institut/Kay Panten)

Am 7. und 8. Mai 2019 fiel am Thünen-Institut für Seefischerei in Bremerhaven der offizielle Startschuss für das Projekt SeaUseTip. Seine Aufgabe ist die räumlich-zeitliche Analyse von Kipppunkten im sozio-ökologischen System der Nordsee. Der Fokus liegt dabei auf der Fischgemeinschaft. Deren Anfälligkeit für tiefgreifende Veränderungen, z.B. in Folge des fortschreitenden Klimawandels, haben weitreichende Folgen für Ökosysteme, Fischerei und Gesellschaft.

In den kommenden drei Jahren werden die Wissenschaftler des Thünen-Instituts, der Universität Hamburg und des Helmholtz-Zentrums Geesthacht ihre Kompetenzen bündeln, um eine ganzheitliche Betrachtung der ökologischen, ökonomischen und soziokulturellen Teilsysteme vorzunehmen. Anhand komplexer Modelle und vielfältiger Analysemethoden wollen sie mögliche Kipppunkte aufdecken, Anfälligkeiten und Anpassungsfähigkeiten identifizieren sowie Strategien und Instrumentarien für ein tragfähiges ökosystembasiertes Management entwickeln.

An das erste Projekttreffen mit Konsortium und wissenschaftlichem Beirat schloss sich ein gemeinsamer Workshop mit Interessenvertretern aus Fischerei, Wirtschaft, Verwaltung und Naturschutz an. In dessen Verlauf identifizierten die Teilnehmenden wichtige Themen, welche nun Eingang in die wissenschaftliche Bearbeitung finden.

Das Projekt wird im Rahmen des internationalen und interdisziplinären Förderprogramms "Kipppunkte, Dynamik und Wechselwirkungen von sozialen und ökologischen Systemen (BioTip)" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.