Krabbenpulen per Ultraschall

Ostfriesische Erfindung eröffnet vielleicht bald neue Möglichkeiten für heimische Krabbenfischer und Händler

(© Thünen-Institut)

Wo bisher Handarbeit gefragt war und die in der Nordsee gefangenen Krabben größtenteils zum Pulen nach Marokko verschifft wurden, hat eine junge Maschinenbauerin aus dem Kreis Aurich nun eine vielversprechende Erfindung gemacht. Sie hat ein Verfahren entwickelt, bei dem die kleinen Krustentiere per Ultraschall maschinell von ihren Chitinpanzern befreit werden können.

Christin Klever, Tochter des Fischers und SeaUseTip-Steuergruppenmitglieds Günter Klever, hat darauf mittlerweile ein Patent angemeldet. Für die Entwicklung eines Prototypen konnten sie und ihr Vater bereits eine lokale Firma gewinnen. Nun geht es daran, die benötigten Geldmittel einzuwerben. In Kooperation mit der niedersächsischen Landwirtschaftskammer haben sie eine Projektskizze erarbeitet, die jetzt bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung geprüft wird.

Sollte der Prototyp Erfolg haben und die Serienreife erlangen, würde dies den Krabbenfischern und Händlern viele neue Möglichkeiten der regionalen Verarbeitung und Vermarktung eröffnen. Der aufwendige und klimabelastende Transport könnte entfallen und sogar die Chitinpanzer könnten weiterverwertet werden.

Den vollständigen Artikel in der Hamburger Morgenpost finden Sie hier.