Alternative mit Zukunft?

Neue Publikation zur Kaisergranat-Fischerei in der Nordsee veröffentlicht

(© Pixabay)

SeaUseTip-Doktorand Jonas Letschert hat gemeinsam mit seinen Co-Autor*innen die Entwicklung der Kaisergranatfischerei in der Nordsee seit dem Jahr 2000 beleuchtet und hierbei den Fokus besonders auf die deutsche Flotte gelegt.

Für einen Teil der Kutter der Kleinen Küstenfischerei in Deutschland hatte sich der Fang der Krebstiere als profitable Alternative zur Scholle erwiesen, so dass die Fangmengen seit 2005 kontinuierlich anstiegen. Dies war allerdings nur durch umfangreiche Quotentausche, vor allem mit dem Vereinigten Königreich, möglich. Nach dem Brexit ist eine Aufrechterhaltung der Tausche in ihrer bisherigen Form allerdings nicht mehr möglich.

Darüber hinaus wird sich die zunehmende räumliche Einschränkung vor allem durch den beträchtlichen Ausbau der Offshore-Windkraft und eine Ausweitung sowie geplante Restriktionen für fischereiliche Aktivitäten in ausgewiesenen Meeresschutzgebieten auf die verfügbaren Fangmöglichkeiten auswirken. Besonders Kaisergranatfanggebiete in der Deutschen Bucht, könnten sich bis zu 45% mit zukünftigen räumlichen Fischereieinschränkungen überschneiden. Allerdings sind die konkreten Auswirkung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzbar, da eine fischereiliche Nutzung in zukünftigen Natura2000-Schutzgebieten zu einem gewissen Maße realistisch sein könnte.

Die komplette Publikation steht hier zum Download bereit.